Initiative zur Nutzung von Recyclingpapier

Dezember 10, 2014 I Diesen Artikel drucken

32 Bundesbehörden sind bereits vorbildlich bei der Nutzung ressourcenschonender Papiere. Dies ist das Zwischenergebnis der Kampagne „Grüner beschaffen“, einem Gemeinschaftsprojekt der Initiative Pro Recyclingpapier (IPR), des Umweltbundesamtes und der Kompetenzstelle für nachhaltige Beschaffung. Das Projekt begleitet seit dem vergangenen Jahr das Maßnahmenprogramm „Nachhaltigkeit“ der Bundesregierung. Darin ist die Nutzung von mindestens 90 % Recyclingpapier bis Ende 2015 vorgesehen. Mehr als ein Drittel der Bundesoberbehörden bestätigte gegenüber der IPR, diese Quote bereits mit Ende des Jahres 2014 zu erreichen. Hochgerechnet bewirken die Institutionen somit jährlich eine Ressourceneinsparung von mehr als 563 Mio. Liter Wasser und rund 116 Mio. Kilowattstunden Energie. Die tatsächliche Ressourceneinsparung durch Papier mit dem Blauen Engel dürfte noch weit höher liegen. In die Auswertung einbezogen wurden lediglich Bundesbehörden, die im Rahmen der Kampagne „Grüner beschaffen“ ihre Recyclingpapierquoten offenlegten. Dennoch erreicht ein Teil der Bundesoberbehörden das 90-%-Ziel noch nicht. Die Recherchen der IPR ergaben zwei wesentliche Hindernisse für die Umstellung auf Papier mit dem Blauen Engel: Teils bestehen längerfristige Rahmenverträge für den Einkauf, die die Behörden an bestimmte Papiersorten binden. Auch bestehen weiterhin Vorurteile bezüglich technischer Eigenschaften und Archivierbarkeit, die es abzubauen gilt. Die Kampagne „Grüner beschaffen“ wird auch im kommenden Jahr fortgeführt. Ziel ist es, weitere Bundesbehörden bei der Umstellung auf Papier mit dem Blauen Engel zu unterstützen. Die Ergebnisse des Projekts fließen 2016 in die Bewertung des Maßnahmenprogramms „Nachhaltigkeit“ der Bundesregierung ein.
Weitere Informationen zur Kampagne und zu den teilnehmenden Behörden unter www.gruener-beschaffen.de/umsteller/bundesbehoerden.

Archivierbarkeit:Recyclingpapier mit Blauem Engel ist alterungsbeständig

Dezember 9, 2014 I Diesen Artikel drucken

Positionspapier des Umweltbundesamtes (2014)
Archivierbarkeit von Recyclingpapier
Recyclingpapier mit Blauem Engel ist alterungsbestä
ndig
und fördert die Kreislaufwirtschaft
1. Hintergrund
Die Verwendung von Altpapier bei der Herstellung vo
n grafischen Papieren trägt zur
Schonung von Ressourcen und zur Verminderung des Ab
fallaufkommens bei, besonders beim
Einsatz von Altpapier aus haushaltsnaher und gewerb
licher Erfassung. Die mit der Zellstoff-
und Holzstofferzeugung unmittelbar verbundenen Umwe
ltbelastungen können so vermieden
werden. Außerdem schneiden beim ökologischen System
vergleich Papierprodukte aus
Altpapier gegenüber Papierprodukten aus Primärfaser
n, die Holz als Faserrohstoffquelle
nutzen, im Hinblick auf die Aspekte Ressourcenverbr
auch, Abwasserbelastung, Wasser und
Energieverbrauch wesentlich günstiger ab – bei verg
leichbaren Gebrauchseigenschaften der
Produkte.
Seit 1992 hat der Deutsche Bundestag in einem Besch
luss (Drucksache 12/3247, Petition Nr.
1-12-18-270-11220) entschieden, dass Recyclingpapie
r in Büros der Bundesverwaltung der
Vorzug zu geben ist. Auch in den meisten Landesverw
altungen wird dieser Empfehlung aus
ökologischen Gründen gefolgt. Diese Papiere werden a
rchiviert, ohne dass sie die
Anforderung der Holzfreiheit nach DIN ISO 9706 erfü
llen. Im Umweltbundesamt wird
bereits seit den siebziger Jahren ausschließlich Re
cyclingpapier eingesetzt und archiviert.
Auch das aktuelle Maßnahmenprogramm Nachhaltigkeit d
er Bundesregierung sieht vor, dass
die Bundesressorts sowie die Behörden und Dienstste
llen der Geschäftsbereiche den Anteil
des Einsatzes von Recyclingpapier auf mindestens 90
% in 2015 steigern (Quelle:
Zielvorgabe aus Ziff. 6 c Maßnahmenprogramm NHK der
BR, Beschluss des
Staatssekretärsausschuss vom 6.12. 2010). Somit rüc
kt die Beschaffung von Recyclingpapier
als ressourcenschonende Alternative zu Frischfaserp
apier in den Fokus. In dem
Zusammenhang wird auch die Alterungsbeständigkeit d
ieser Sekundärfaserpapiere diskutiert.
So wird z. B. gefordert, dass nur Recyclingpapiere e
ingesetzt werden dürften, die DIN ISO
9706 erfüllen, die jedoch viele Recyclingpapiere al
lein wegen ihres Anteils an Lignin
(ausgedrückt über die Kappa-Zahl) ausschließt – so
auch Papiere mit dem Blauen Engel. Es
ist zwar möglich, ein Recyclingpapier aus unbedruckt
en bzw. holzfreien Schnittresten einer
Druckerei herzustellen. Für dieses Recyclingpapier
kann jedoch das Umweltzeichen „Blauer
Engel“ nicht vergeben werden, da es die Anforderung
en an die zu verwendenden
Altpapiersorten nicht erfüllt.
Der Blaue Engel hingegen verlangt die Erfüllung der
DIN 6738, einer Norm, die auf eine
Definition einer bestimmten Papierzusammensetzung ve
rzichtet und stattdessen Kriterien
festlegt, anhand derer beurteilt werden kann, in we
lche Altersbeständigkeitskategorie das
jeweilig untersuchte Papier einzuordnen ist. Das vo
rliegende Positionspapier betrachtet die in
der Diskussion genannten Aspekte und gibt eine klar
e Empfehlung für alterungsbeständiges
Recyclingpapier mit dem Blauen Engel, das mit der D
IN 6738 die Erfüllung höchster
Anforderungen an die Archivierbarkeit sichert und d
abei die Kreislaufwirtschaft fördert.

2. Bestimmung der Alterungsbeständigkeit von Papier
en
Für die Bestimmung der Alterungsbeständigkeit von P
apier existieren zwei gültige Normen,
die DIN ISO 9706 und die DIN 6738. Keiner der beide
n Normen kommt ein Vorrang oder
eine Alleinverbindlichkeit zu, das heißt, beide Nor
men stehen gleichberechtigt nebeneinander.
Papiere, welche die Kriterien für alterungsbeständi
ges Papier aus einer der Normen erfüllen,
sind zur Verwendung für dauerhaft aufzubewahrende D
okumente gleichermaßen geeignet.
Während die DIN ISO 9706 auf die Herstellung des er
zeugten Produktes abzielt, verfolgt die
DIN 6738 eine andere Zielrichtung, nämlich die Alte
rungsbeständigkeit der Papiere während
des Gebrauchs bzw. Lagerung.
a) DIN 6738
Die DIN 6738 verzichtet auf eine Definition einer b
estimmten Papierzusammensetzung, um
die technische Entwicklung von Papierprodukten nich
t zu blockieren. Stattdessen legt sie
Kriterien fest, anhand derer beurteilt werden kann,
in welche Altersbeständigkeitskategorie
(Lebensdauer-Klasse, LDK) das jeweilig untersuchte
Papier einzuordnen ist. Für die
Einordnung werden die Papiere einem Prozess der „be
schleunigten Alterung“ unterzogen.
Dabei werden Papierproben bei einer Temperatur von
80° Celsius und einer relativen
Luftfeuchte von ca. 65 Prozent aufbewahrt und der R
ückgang der Festigkeit und die
Versprödung der Papiere gemessen. Je nach Untersuch
ungsergebnis werden die Papiere in
vier Lebensdauer-Klassen eingeordnet. Papiere, die
die Kriterien der höchsten Lebensdauer-
Klasse LDK 24-85 erfüllen, gelten als „alterungsbes
tändig“, da sie nach heutigem
Erkenntnisstand bei schonender Behandlung und Lager
ung voraussichtlich eine Lebensdauer
haben, an die höchste Anforderungen gestellt werden
können. Papiere, die mit dem Blauen
Engel ausgezeichnet sind, erfüllen diese höchste Le
bensdauer-Klasse LDK 24-85. Danach
dürfen diese Papiere alterungsbeständig genannt wer
den.
b) DIN ISO 9706
Die DIN ISO 9706 bezieht sich auf die Faserstoffzus
ammensetzung der Papiere. Das heißt,
dass alle holzhaltigen und auch nicht vollständig vo
n Lignin entfernten zellstoffhaltigen
Papiere die ISO 9706 nicht erfüllen können, unabhän
gig davon, ob sie sich in der Praxis als
alterungsbeständig erweisen oder nicht. Da fast all
e Altpapiersorten zur Herstellung von
Recyclingpapieren holzhaltige Fasern enthalten, kann
die DIN ISO 9706 auch nicht erfüllt
werden.
Relevanz des Ligningehalts für die Alterungsbeständ
igkeit
Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die m
echanischen Papiereigenschaften
unabhängig vom Ligningehalt sind. Dieses Ergebnis s
piegelt sich in der kanadischen Norm
„Permanence of Paper for Records, Books and Other D
ocuments“ (CAN/CGSB-9.70-2000)
wider, die nicht mehr den Ligningehalt begrenzt, um
eine ausreichende mechanische
Papierfestigkeit zu erzielen. Lediglich die optisch
en Papiereigenschaften bleiben bei einer
Begrenzung des Ligningehaltes erhalten.
Zudem werden seit über 25 Jahren alle in Europa her
gestellten Primär- und
Sekundärfaserpapiere für Kopier- und Druckzwecke im
neutralen oder alkalischen Bereich
und mit einer ausreichenden alkalischen Reserve her
gestellt, welche ein geeignetes Mittel ist,
saure Abbauprodukte und damit die Abnahme der mecha
nischen Papiereigenschaften zu
verhindern. Der sogenannte „Säurefraß“, der bis zu
einer Zerstörung der Blattstruktur führen

Recyclingpapier: Blaue Karte für Umdenken

Juli 10, 2014 I Diesen Artikel drucken

Zum Schulanfang sollten Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern besonders auf den Kauf von umweltfreundlichen Produkten achten. Das raten Bundesumweltministerium, Umweltbundesamt, Jury Umweltzeichen und die RAL gGmbH und starten deshalb die Kampagne „Schulstart mit dem Blauen Engel“. Dabei sollen Schüler und Eltern den Geschäften „Die Blaue Karte“ zeigen, die noch immer kein Recyclingpapier anbieten. „Ich hoffe, dass viele von ihnen diese Art des Protests nutzen. Geschäfte sollen im Sinne der Papierwende umdenken und vermehrt Recyclingpapier anbieten“, so Dr. Volker Teichert von der Jury Umweltzeichen. Neu in der Schulstartkampagne zudem: Der Online Papier-Finder unter www.blauer-engel.de/papierfinder. Hier kann jeder nachschauen, welche Geschäfte vor Ort Papierwaren mit dem Umweltzeichen anbieten. Diese können sich selbst in die bundesweite Datenbank eintragen und Aufkleber für ihre Schaufenster anfordern.

Unterstützt wird die Kampagne von einem breiten Aktionsbündnis: Die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg, die Deutsche Umwelthilfe, die Initiative Pro Recyclingpapier, die NaSch-Community, das Netzwerk Papierwende, die Tropenwaldstiftung OroVerde und WWF Jugend werden über Website, Newsletter und Co. mithelfen, die Umweltbotschaften des Blauen Engel zu verbreiten. Das Jugendmagazin Yaez unterstützt die Aktion mit Online- und Print-Artikeln. Die Unternehmen Kaufland, Memo, Rossmann und Venceremos sowie die Marke Herlitz werden ebenfalls über ihre Kommunikationskanäle auf die Vorteile von Recyclingpapier aufmerksam machen. Sonderangebote und -aktionen für Papierprodukte mit dem Blauen Engel wird es bei Rossmann vom 7. Juli bis 23. September und bei Kaufland ab dem 18. August geben.

Blauer Engel: Mehr Recyclingpapier zum Schulstart!

Februar 5, 2014 I Diesen Artikel drucken

Die Schulstart-Kampagne des Blauen Engel für 100 % Recyclingpapier wird 2014 fortgesetzt. Das Bundesumwelt- und -bauministerium ruft gemeinsam mit dem Umweltbundesamt, der Jury Umweltzeichen und der RAL gGmbH dazu auf, im neuen Schuljahr mehr umweltfreundliches Recyclingpapier statt Frischfaserpapier zu nutzen. Die Vertreter des Blauen Engel appellieren daher auch an Handel und Hersteller, ein breiteres Sortiment an 100 % Recyclingpapier-Produkten zu schaffen. Dies fordern mit ihnen über 8.000 Jugendliche, die 2013 bei einer Online-Unterschriftenaktion des Umweltzeichens mitgemacht haben. „Auf 100 % Recyclingpapier mit dem Blauen Engel umzusteigen, ist ein einfacher Schritt, nachhaltiger zu konsumieren. Wir als Verbraucher haben es selbst in der Hand und können mit unserer Kaufentscheidung Klima und Ressourcen schützen“, appelliert Volker Teichert, der Vorsitzende der Jury Umweltzeichen. Flaggschiff der Kampagne ist der neue Blauer Engel „Papier-Finder“: Ab April können Verbraucher unter www.blauer-engel.de nachschauen, wo es in ihrer Nähe Schreibwaren mit dem Blauen Engel gibt. Geschäfte, die diese anbieten, können sich selbst in die bundesweite Datenbank eintragen und Aufkleber für ihre Schaufenster und Aktionsflächen anfordern. Hinter der Kampagne „Schulstart mit dem Blauen Engel“ steht ein engagiertes Netzwerk: Papier-Hersteller und Handelsunternehmen, Verbände, Initiativen, Schulen, Ministerien und Kommunen unterstützen die Aktion des Blauen Engel über ihre Kommunikationskanäle. Dafür werden ab April 2014 Informations- und Aktionsmaterialien bereitgestellt: Broschüren, Postkarten und Plakate für das Klassenzimmer in jungen Designs präsentieren die Umwelt-Botschaften zum Thema 100% Recyclingpapier jugendgerecht.

Drogeriekette Rossmann bietet Recyclingpapierprodukte in 100er Weisse an

April 26, 2013 I Diesen Artikel drucken

Rossmann hat sich entschieden, ein Komplettprogramm mit dem neuen weissen Recyclingpapier mit „blauem Engel“ nazubieten.

Es wird also zum Schulbeginn Hefte, Collegeblöcke und Zeichenblöcke mit dem neuen Recclingpapier geben.

Unternehmen wollen ihre Recyclingpapierquote steigern

September 6, 2012 I Diesen Artikel drucken

Unternehmen wollen ihre Recyclingpapierquote steigern
Wirtschaftsführer übernehmen persönlich Verantwortung und unterstützen mit ihren Namen Ressourcenschutz-Kampagne „CEOs pro Recyclingpapier“
Berlin, 05.09.2012

Wirtschaftsführer namhafter deutscher Unternehmen darunter Deutsche Lufthansa, Deutsche Post, VAUDE, Epson, HHLA, Flughafen München, HiPP, Host Europe, GLS Bank oder Umweltbank sind bereits einem gemeinsamen Aufruf des Bundesumweltministeriums, dem Club of Rome, des NABU und der Initiative Pro Recyclingpapier gefolgt, sich am Beispiel von Recyclingpapier für den Ressourcenschutz zu engagieren. Sie setzen sich persönlich dafür ein, dass das energie- und ressourceneffiziente Papier mit dem Blauen Engel zukünftig mit hohen Einsatzquoten in ihren Unternehmen genutzt wird und haben hierzu konkrete Ziele veröffentlicht.

Es freut uns sehr, dass bereits kurz nach dem Start unserer Kampagne viele Wirtschaftsführer bekannter Unternehmen den Einsatz von Recyclingpapier zur Chefsache erklärt haben. Dass Konzernchefs persönlich für den Ressourcenschutz Verantwortung übernehmen und dafür sorgen, dass in ihren Unternehmen vorrangig Recyclingpapier genutzt wird, ist ein starkes und glaubwürdiges Signal in die jeweiligen Unternehmen hinein und motiviert zugleich andere Unternehmen zur Nachahmung“, so Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier.

Bundesumweltminister Peter Altmaier, Schirmherr der Kampagne, unterstreicht die Bedeutung von Recyclingpapier auf dem Weg in eine ressourceneffiziente Wirtschaft: „Schon jetzt übersteigt die Nutzung  natürlicher Ressourcen die Regenerationsfähigkeit der Erde deutlich. Deshalb wird ein schonender und gleichzeitig effizienter Umgang mit natürlichen Ressourcen zu einer Schlüsselkompetenz zukunftsfähiger Gesellschaften. Recyclingpapier ist ein Musterbeispiel ökologisch-nachhaltigen Wirtschaftens: Es schont Holzreserven und verbraucht bei der Herstellung weniger Energie und Wasser. Das Bundesumweltministerium unterstützt daher den konsequenten Einsatz von Recyclingpapier mit dem Umweltzeichen Blauer Engel“.

Die von den Konzernchefs und Geschäftsführern persönlich unterzeichneten Ziele sind konkret, transparent und messbar. Sie verdeutlichen zugleich die vielfältigen Möglichkeiten, um bislang ungenutzte Potenziale zur Schonung wertvoller Ressourcen auszuschöpfen. Die Ziele reichen von der Umstellung des Büropapiers bis hin zum Druck von Geschäftsberichten, Marketingmaterialien oder auch Kundenmagazinen auf Recyclingpapier.

Mit der Kampagne sind Wirtschaftsführer in Deutschland dazu aufgerufen, persönlich Verantwortung für den Ressourcenschutz zu übernehmen und Ziele für die Nutzung von Recyclingpapier in ihren Unternehmen zu definieren. Die Namen aller Unterstützer sowie die individuellen Ziele werden öffentlich und somit transparent gemacht. Details zu den Zielen und zur Teilnahme sind einsehbar unter www.ceos-pro-recyclingpapier.de.

Interessierte Unternehmen können sich in den nächsten Monaten weiter an der Kampagne beteiligen.

IPR-Mitglied Jürgen Schmidt (memo) erhält Deutschen Umweltpreis

Oktober 18, 2011 I Diesen Artikel drucken

 

Jürgen Schmidt, Mitbegründer und Vorstandssprecher der memo AG erhält den diesjährigen Deutschen Umweltpreis. Bundespräsident Christian Wulff wird ihm den höchstdotierten Umweltpreis Europas am 30. Oktober in Stuttgart überreichen. Schmidt wird als „Trendsetter der Nachhaltigkeit“ dafür geehrt, dass sein klimaneutrales Versandhaus mit seinen ökologischen Produkten zu einem nachhaltigen Konsum in Büro, Schule, Haushalt und Freizeit beiträgt und im Unternehmen Umwelt, Soziales und Ökonomie gleichberechtigt nebeneinander stehen. Die memo AG setzt u.a. konsequent auf Recyclingpapierprodukte und ist aktives Mitglied der IPR.

REWE ist das recyclingpapier-freundlichste Unternehmen 2010

November 29, 2010 I Diesen Artikel drucken


Die REWE Group ist auf dem diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitstag mit dem Sonderpreis Recyclingpapier ausgezeichnet worden. Der Handels- und Touristikkonzern habe den Preis für seine umfassende Umstellung auf Recyclingpapier in allen Unternehmensbereichen erhalten. Das hat Steinbeis Papier, die die Patenschaft für diesen Sonderpreis innehat, mitgeteilt.

Seit April 2009 habe die REWE Group zu 100 Prozent auf das Papier mit dem Blauen Engel in allen nationalen Holdingbereichen und strategischen Geschäftseinheiten umgestellt, heißt es weiter. Gleichzeitig sei der Recyclingpapier-Anteil im Bereich der Magazinpapiere, unter anderem Publikationen, Werbezettel von nur einem Prozent in 2009 auf rund 80 Prozent gesteigert.

Studie: Deutsche Wirtschaft stellt um auf Recyclingpapier

September 9, 2010 I Diesen Artikel drucken

Studie: Deutsche Wirtschaft stellt um auf Recyclingpapier
Unternehmen werden in Zukunft in allen Bereichen deutlich mehr Recyclingpapier verwenden und dies auch nach außen zeigen

Sie sehen Papier als wichtigen Faktor nachhaltigen Handelns und folgen dem sich verstärkenden Trend zu mehr ökologischer Verantwortung. Der Blaue Engel hat sich trotz Labelvielfalt als führendes Umweltzeichen durchgesetzt. Dies sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Unternehmensbefragung von A.T. Kearney und der Initiative Pro Recyclingpapier.

40 Prozent der Unternehmen, die bereits Recyclingpapier verwenden, wollen ihren Einsatz noch in diesem Jahr deutlich erhöhen. Gleichzeitig besteht auch bei den bisherigen Nichtnutzern eine hohe Bereitschaft, das konventionelle Papier durch Recyclingpapier zu ersetzen: Rund ein Drittel der Unternehmen plant eine Umstellung auch im imageträchtigen Außenauftritt (Briefpapier, Publikationen).

Dieser Trend hin zu Recyclingpapier geht einher mit der wachsenden Bedeutung der Themen Klimaschutz, Energieeffizienz und Ressourcenschonung. Der größte Sprung lässt sich beim Thema Kreislaufkonzepte, also der intelligenten und mehrfachen Nutzung von Ressourcen, feststellen. Rund 80 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass Kreislaufkonzepte in den nächsten Jahren eine entscheidende Rolle spielen werden. Recyclingpapier ist dabei als Kreislaufprodukt besonders zukunftsfähig. Über 80 Prozent der Unternehmen kennen die Umweltvorteile von Recyclingpapier und setzen es daher ganz bewusst als Teil ihrer Nachhaltigkeitsstrategien ein.

„Die Studie belegt eindrucksvoll, dass sich das Papier mit dem Blauen Engel aus der Ökonische hin zum Papier der Zukunft entwickelt hat. Eine hohe Übereinstimmung mit den Nachhaltigkeitszielen der Unternehmen macht Recyclingpapier moderner denn je. Zugleich sind die Umweltvorteile von Recyclingpapier wissenschaftlich belegt und messbar, so dass Unternehmen ihre Umweltbilanzen damit einfach und effizient verbessern können“, so Michael Söffge, Sprecher der Initiative Pro Recyclingpapier.

„Aufgrund des starken Trends zu nachhaltigem Wirtschaften ist Recyclingpapier für Unternehmen aller Branchen in hohem Maße handlungsrelevant geworden“, so Dr. Carsten Gerhardt, Principal von A.T. Kearney und Methodikpartner der Studie. „Die Unternehmen sehen die hohe Relevanz des Faktors „Papier“ und stellen sich mit der Nutzung von Recyclingpapier ihrer ökologischen Verantwortung.“

Orientierungsmarke für höchste ökologische Standards bei der Papierauswahl ist der Blaue Engel. Das Umweltzeichen hat sich trotz einer Vielzahl von Labeln bei über 70 Prozent der Unternehmen mit Abstand als das bekannteste durchgesetzt.

Die Studie „Zukunftstrends: Recyclingpapier und ökologische Nachhaltigkeit“ wurde gemeinsam von der Initiative Pro Recyclingpapier und der Unternehmensberatung A.T. Kearney auf Grundlage einer Online-Befragung im März und April 2010 erstellt. An der Befragung beteiligten sich 120 Unternehmen aller Größen aus allen Branchen.

320 Filialen von TEGUT komplett auf Recyclingpapier umgestellt

Juni 10, 2010 I Diesen Artikel drucken

Wieder eine Erfolgsmeldung von der Recyclingpapierfront:

Nach Budnikowsky, einem Drogeriefilialunternehmen in Hamburg mit 15o Märkten wurden jetzt 320 tegut… Märkte in Hessen, Thüringen, Nord-Bayern und Süd-Niedersachsen komplett auf Recyclingpapier im Schreibwarensortiment umgestellt.

Aufgrund der stark steigenden Zellstoffpreise und des sehr schwachen Euros steigen Frischfaserpapiere in den nächsten Monaten massiv im Preis an, es ist mit Erhöhungen zwischen 15-30% zu rechnen.

Bei Recyclingpapieren wird nur mit leichten Preissteigerungen gerechnet, so dass heute schon die Herstellungkosten niedriger sind als bei Frischfaserprodukten und nun auch das Preisargument auf unserer Seite steht.

Nachteilig wirkt sich die Forcierung von Produkten aus 100% Recyclingpapier in hoher Weisse und „ohne blauen Engel“ aus (denn die haben die hohe Weisse mit viel Chemie und optischen Aufhellern erreicht).

Bitte achtet massiv auf den „blauen Engel“ und nicht auf dieses FSC-Recyclingzeichen, denn das garantiert nur Bruchteile des „Engels“

Und eine weitere „Bombe“ können wir schon andeuten:

ein bundesweit arbeitendes Filialunternehmen wird in 2011 ebenfalls komplett auf Recyclingschreibwaren umstellen. Dann gibt es in jedem Ort eine Bezugsquelle.

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